Vorbeugende Information der Bevölkerung

Die Sicherheit im Allgemeinen und die Information der Bevölkerung im Besonderen gehören zu den Aufgaben aller nationalen, provinzialen und kommunalen Behörden, die in die Noteinsatzplanung und die Krisenbewältigung einbezogen sind.
Sandsäcke

Während in Sachen Risiken zwar eine nationale Kommunikationspolitik erforderlich ist, bedürfen die Bürger der Informationen über das Risiko des Orts, an dem sie leben: "Was bedeutet das für mich und meine Familie, für mein Viertel, für meine Gemeinde?" Die lokalen Behörden spielen also eine wichtige Rolle in der vorbeugenden Information ihrer Bürger über die in ihrem Zuständigkeitsgebiet vorhandenen Risiken.

Das Krisenzentrum wird - neben seinen Koordinierungs- und Harmonisierungs­aufträgen auf Landesebene - die lokalen Behörden weiter in Sachen Noteinsatzplanung, Krisenmanagement und Information der Bevölkerung unterstützen.

Seit 2009 sensibilisiert das Krisenzentrum die Bürger im Sinne einer proaktiveren vorbeugenden Information der Bevölkerung.

In diesem Rahmen hat es bereits mit verschiedenen betroffenen Partnern mehrere Aktionen unterstützt, vor allem in Sachen Nuklear- und Seveso-Risiko:

  • Von März bis April 2011 ist eine nationale Informationskampagne über das Nuklearrisiko organisiert worden.
  • 2010 haben Schulen im Rahmen des Pilotprojekts "Unterwegs mit Bie Energie" gemeinsam mit den vom Noteinsatzplan für nukleare Risiken betroffenen Instanzen didaktische Unterlagen erstellt. Dieses Projekt entspricht der strategischen Vision und dem internationalen Trend der Eigenverantwortung und Einbeziehung der Bürger bei Risiken und Krisen.
  • Bei Strahlenschutzübungen sind Informationsaktionen für Anwohner, Einsatzdienste und lokale Behörden durchgeführt worden. So ist beispielsweise für den Landwirtschaftssektor eine Informationsbroschüre über das Nuklearrisiko veröffentlicht worden.

Diese Schritte bilden den Ansatz einer breit angelegten Informationspolitik des Krisenzentrums hinsichtlich aller Risiken.